Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau
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Laubbergkapelle, Gansingen

Segen für den Kirchenbau
1895 gestalteten die Gansinger den Gipfelbereich des Laubberges zu einem Ort der Andacht um. Sie wollten damit Gottes Segen für den im kommenden Jahr beginnenden Bau der neuen Pfarrkirche erwirken. Auf ihrem 648 m hohen Hausberg errichteten die Gansinger eine Kapelle und etwas unterhalb von dieser, an der bewaldeten Nordflanke des Berges, eine Lourdesgrotte. Sie ist die älteste der insgesamt sechs freistehenden Grotten im Fricktal. Ein Stationenweg verbindet die beiden Andachtsstätten. 
Die Initiative zum Bau der beiden Bergheiligtümer ergriff der örtliche Piusverein. Dieser gehörte dem 1857 gegründeten Schweizerischen Piusverein an, der sich für die Bewahrung des Glaubens, für christliche Liebeswerke und die Pflege katholischer Wissenschaft und Kultur einsetzte. Viele Gansinger unterstützen mit Fronarbeit das Projekt des Piusvereins. Entstandene Kosten wurden durch Spenden gedeckt. Als Baumaterial dienten Steine aus einem Rebberg bei Büren. Schüler der oberen Klassen trugen sie auf den Laubberg.
 
Kapelle der Wanderer

Ein steinernes Prankenkreuz überragt die schlichte Kapelle. Schon vor dem Bau der Andachtsstätte stand auf dem Berg ein Kreuz. Noch vor wenigen Jahrzehnten führte im Frühling die grosse Bannprozession der Pfarrei unter anderem auf den Laubberg.
Das U-förmige Bethaus beherbergt eine Schmerzensmadonna, eine Pietà. Zwei Bänke vor der Kapelle laden zur Rast und zum Gebet ein. Die prächtige Aussicht auf die Höhen des Juras und das Rheintal trägt zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei. „Der weite Ausblick bei guter Witterung lässt die Herzen der Wanderer höher schlagen“, verspricht die Homepage des 60 km langen Fricktaler Höhenweges zwischen Rheinfelden und Etzgen, der über den Laubberg führt. Fast alle Wanderer machen bei der Bergkapelle halt. Manche sprechen ein kurzes Gebet und zünden vor der Pietà eine Kerze an. Die zahlreichen hier vorbeikommenden Wandersleute waren vor einigen Jahren für die Gansinger Kirchenpflege ein zusätzlicher Ansporn, die Kapelle zu renovieren. (lh)

Spiritueller Impuls: Des Menschen Sehnsucht nach Gott
In freier Natur auf dem Laubberg vor der Kapelle sitzen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Weit weg sind die Enge des Tales und die Mühen des Alltags. Gibt es einen schöneren Ort des Nachspürens nach der tiefen Sehnsucht in meinem Herzen? Einer Sehnsucht, die uns der Hl. Augustinus als Gottessehnsucht deutet:

„Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft. Im Menschen lebt eine Sehnsucht, die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung. Immer lockt ihn das andere, das Fremde. Doch alles Neue, das er unterwegs sieht und erlebt, kann ihn niemals ganz erfüllen.
Seine Sehnsucht ist grösser. Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz anderen. Alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an, dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott.“ (Aurelius Augustinus 354-430)

Bernhard Lindner



Die Laubbergkapelle von 1895 ist auf drei Seiten vom Waldrand umgeben.



Standort
Gansingen, Gipfel des Laubberges
Gansingen liegt an der Postautolinie 142 Brugg–Bürersteig–Laufenburg. Die Höhe des Laubberges ist von Gansingen wie auch von Hottwil erreichbar (ca. 2.5 km). Vom Bürersteig gelangt man auf dem Fricktaler Höhenweg zur Kapelle (gut 2 km).

Einkehrmöglichkeiten bieten die Restaurants Landhus und Gartenlaube (Weiler Büren in Gansingen) oder das Gasthaus Bären in Hottwil (empfehlenswert). 


Öffnungszeiten
Die Kapelle ist jederzeit zugänglich.

Kontakt: Pfarreisekretariat Mettau-Gansingen, Pfarrhausweg 9, 5274 Mettau, T 062 875 05 56,
pfarramt-mettau-gansingen@bluewin.ch

 

 

 



Fotogalerie | 4 Fotos


Die Laubbergkapelle von 1895 ist auf drei Seiten vom Waldrand umgeben.
Das schlichte Bethaus beherbergt eine Schmerzensmadonna (Pietà).
Ein Prankenkreuz aus Sandstein überhöht die Kapelle.
Farbig gefasste Pietà aus Metall.

 

 

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